Pandemie-Massnahmen: Fanarbeit Schweiz hat Verständnis für die Fankurven

17.09.2020

Die Fankurven der grossen Schweizer Fussballclub haben am 17. September 2020 gemeinsam beschlossen, auch nach der teilweisen Öffnungen der Stadien ab 1. Oktober 2020 während den Spielen im Stadion nicht in Erscheinung zu treten. Sie reagieren damit auf die Pandemie-Schutzmassnahmen, namentlich auf die Sitz- und Maskenpflicht, die begrenzte Auslastung der Stadien, die Personalisierung der Matchbesucher*innen und das Verbot von Gästefans.

Fanarbeit Schweiz hat sich bereits am 13. August 2020 grundsätzlich zu den damals veröffentlichten Schutzkonzepten geäussert. Für den aktuellen Entscheid der Fankurven  haben wir von Fanarbeit Schweiz Verständnis und können die Begründung nachvollziehen. Die „Kurven“ verweigern damit den Schutzmassnahmen nicht die Akzeptanz, sondern sie schätzen die aktuelle Situation so ein, dass für sie das Einbringen ihrer Fankultur an Fussballspielen (Emotionen, Leidenschaft, lautstarken Support ihrer Mannschaft, gemeinsame Reisen an Auswärtsspiele, soziale Treffpunkte) derzeit nicht möglich ist.

Deshalb trägt Fanarbeit auch die Forderung der Fankurven, die aktuellen Schutzmassnahmen ausschliesslich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie umzusetzen, mit. Ab dem Zeitpunkt, an dem Fussballspiele und der Besuch von Fussballspielen wieder unter normalen Bedingungen möglich sind, müssen die jetzt akzeptierten Schutzmassnahmen wieder aufgehoben werden und dürfen nicht auf Dauer und über die Pandemie-Zeit hinaus als mögliche Repressionsmassnahme in Kraft bleiben. Auch in dieser Thematik wird Fanarbeit Schweiz am Ball bleiben und entsprechende Bekenntnisse bei den Behörden und Verbänden einfordern.

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