Schutzkonzepte im Sport

13.08.2020

Von den Vorgaben für Grossveranstaltungen in der Schweiz sind auch Sportveranstaltungen betroffen. Fanarbeit Schweiz anerkennt die gesellschaftliche Bedeutung des Sports und begrüsst Massnahmen, die das finanzielle Überleben der Clubs und eine Rückkehr von Fans in die Stadien ermöglichen. Gleichzeitig gilt es auch den Schutz der Gesundheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Für Fanarbeit Schweiz stehen bei der Ausgestaltung der Schutzkonzepte vier Punkte besonders im Fokus.

 

Schutz der Jugendkultur

Die Fankulturen in Fussball und Eishockey zählen zu den bedeutendsten Jugendkulturen in der Schweiz. Diesem Umstand muss entsprechend Rechnung getragen werden. Eine Rückkehr dieser Jugendkultur in die Stadien muss möglich bleiben und das mittelfristige Ziel sein. Einschränkende Massnahmen sollen zeitlich begrenzt und nur so lange es die Pandemie-Situation erfordert, umgesetzt werden.

 

Rückkehr aller Fans

Wir wünschen uns von den relevanten Akteuren ein deutliches Signal, dass das Fernziel die Rückkehr aller Fans in die Schweizer Stadien ist. Hier stehen vor allem der langfristige Erhalt von Stehplätzen, der Stadionzutritt ohne Registrierungsmassnahmen und die Zulassung von Gästefans im Zentrum. National sollen für alle Fans dieselben Voraussetzungen gelten.

 

Einbezug der Fanorganisationen

Um dies zu gewährleisten, müssen in der Weiterentwicklung der Schutzkonzepte Fananliegen das nötige Gewicht bekommen. Fanorganisationen sollen entsprechend in die Prozesse und Diskussionen eingebunden werden. Die Partizipation von Fans fördert zudem das Verständnis und die Akzeptanz für die Schutzkonzepte.

 

Fanarbeit nutzen und stärken

Für eine noch breitere Abstützung und zusätzliche Expertisen ist auch der verstärkte Einbezug der sozioprofessionellen Fanarbeitsstellen als Fachorganisationen für Fanfragen wünschenswert. Dies kann sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene erfolgen.

 

Fanarbeit Schweiz ist sich der äusserst anspruchsvollen und komplexen Ausgangslage für alle Beteiligten bewusst. Es ist matchentscheidend für den Schweizer Sport, die vorhandene Solidarität zu erhalten. Umso mehr sind alle Organisationen dazu angehalten, sich für den gemeinsamen Dialog einzusetzen und weiterhin sachlich und transparent zu agieren.

 

Diese Positionen stehen auch als Download zur Verfügung.

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